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Walter Ballhause-Archiv | Sozialdokumentarische Photographie 1930-33
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Walter Ballhause wurde am 03.04.1911 in Hameln als Kind eines Schuhmachers und einer Lederstepperin geboren. Im Jahre 1919 zog er nach Hannover um, wo er SPD-Mitglied wurde und in der sozialdemokratischen Jugendgruppe "Rote Falken" tätig war. 1925 begann er eine Lehre zum Laboranten, die er 1928 abschloss. In diesem Jahre begann er, sein Umfeld mit der Kamera festzuhalten.

Im Jahre 1931 gründete er gemeinsam mit Otto Brenner die Sozialistische Arbeiterpartei Deutschlands (SAP); er porträtierte zu dieser Zeit die Parteiarbeit sowie das Ferienlager der "Roten Falken".

Sein Hauptwerk schuf er in den Jahren 1930-33, wo er Fotografien anfertigte, die die Weltwirtschaftskrise sowie den beginnenden Faschismus zeigten. 1933 wurde Ballhause von der Gestapo wegen "linker Betätigung" in Hannover verhaftet.

Während der Jahre 1934-41 war Walter Ballhause dann in der Ausbildung zum Chemotechniker; 1941 zog er nach Straßberg bei Plauen (Vogtland) um. Dort war er bis 1944 Laborleiter bei der Vomag in Plauen, bis er am 30. August 1944 erneut verhaftet wurde; der Vorwurf lautete diesmal auf Kontakt zu antifaschistischen Zellen in seinem Betrieb. Er landete in Gefängnissen in zunächst Plauen und später Zwickau, aus dem er am 17. April 1945 befreit wurde.

Ballhause gründete die Ortsgruppe Straßberg der KPD und wurde Bürgermeister der Gemeinde Straßberg, ein Amt, das er bis 1947 bekleidete. In dieser Zeit fertigte er eine Fotoserie über Flüchtlinge in Straßberg sowie eine Reihe von Portraits von Gießereimitarbeitern seines Betriebes an. 1982 wurde er auf dem Bundeskongress der Arbeiterfotografie in Bremen als Ehrenmitglied aufgenommen. 1988 wurde er Ehrenmitglied im Verband Bildender Künstler der DDR.

Nachdem er 1954 nach Plauen umzog, wurde Ballhause Technischer Leiter der Plamag-Gießerei in Plauen. 1971 ging er in den Ruhestand, den er mit Ausstellungen seiner Fotos und Vorträgen füllte.

Walter Ballhause verstarb am 08.07.1991 in Plauen.

Ballhause prägt durch seine Fotografie das Bild der Weimarer Zeit und des beginnenden Faschismus aus der Sicht des Betroffenen. Als Autodidakt gestaltet er Bilder mit großer Ausdruckskraft und graphischer Schönheit zur sozialen Depression. Sein Werk zeigt, das diese Fotografie der sozialen Konflikte in enger Verbindung und parallel zur graphischen und malerischen Bildkultur seiner Zeit entsteht. Ballhause ist Meister der verdeckten Kamera, ohne das die Dargestellten etwas merken. So erreicht er den für seine Fotografien charakteristischen Ausdruck ungestellter Wirklichkeit und Authentizität. Seine Bilder zeigen die Elenden, "...die Menschen in ihrer tiefsten Erniedrigung..." (Ballhause).

Es entsteht ein Panorama gesellschaftlicher Not und Unterdrückung; Rückenfiguren, gebückt und in der Bildfläche verschwindend, Silhouetten; Gegenlicht, das starke Kontraste schafft (hierbei Anregungen durch die Holzschnitte Masarels). Die ungewöhnliche technische Qualität seiner Fotografien beruhen auf einer modernen Kamera und im Bevorzugen des hellen Sonnenlichtes, das akzentuierte Schattenwirkungen hervorbringt und Tiefenschärfe wie Detailgenauigkeit bei kurzen Belichtungszeiten trotz schwacher Empfindlichkeit des damaligen Filmmaterials von DIN 8-13 ermöglicht.

Als Arbeiterfotograf entwirft Ballhause das Sozialportrait besonders der proletarischen Kinder seiner Zeit. Bildkünstler und ethische Vorbildwirkung auf Ballhause hatten außer Masarel auch Zille, Knauf, Kollwitz und Grosz.

Für den erwünschten Aufbauoptimismus der 50er Jahre in der DDR fehlte Ballhause der Wille zur Illusion, er blieb Realist. Nach fortschreitender staatlicher Entmündigung wurden ihm erst spät Anerkennung und Ehrung zuteil.

Quellen Allgemeines Künstlerlexikon, Band 6, KG Saur Verlag München
  Nachlass Henni Ballhause
  Deutsches Historisches Museum zu Berlin
  Privatarchiv Rolf Ballhause

 
 

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